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Leuchtturm

Hessischer Rundfunk auf gutem Weg zur Barrierefreiheit
Ein „Leuchtturm“ für das Engagement der Schwerbehindertenvertretung

Der Hessische Rundfunk (hr) ist nach dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) die zweite ARD-Anstalt, die von BIK@work mit einem „Leuchtturm“ auszeichnet wird. Im hr engagiert sich die Schwerbehindertenvertretung seit langem für Barrierefreiheit in der Informationstechnik und arbeitet daran, Entscheidungsträger und Entwickler für das Anliegen zu sensibilisieren. Vor allem die stellvertretende Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen im hr, Sabine Lohner, macht sich dafür stark. Sie ist zuständig für die Bereiche Information, Kommunikation und Software und nimmt gern die Unterstützung des BIK@work-Beratungsteams in Anspruch.

Sabine Lohner

Sabine Lohner

Im vergangenen Jahr hatten Schwerbehindertenvertreter und Personalräte der ARD an einem Workshop teilgenommen, der Grundlagenwissen bei barrierefreien Intranetlösungen vermittelte. Sabine Lohner hat zudem einen Workshop zu Problemen und Problemlösungen bei barrierefreien Dokumenten besucht. Der hr hatte, so Lohner, ein neues Content Management System für die Erstellung des Intranetangebotes eingeführt. BIK@work-Berater Detlef Girke hat das Intranetangebot einem BITV-Test unterzogen. „Die von ihm festgestellten Mängel werden nun nach und nach behoben, ein weiterer Test soll stattfinden“, erklärte die Vertrauensfrau. Ein Katalog wurde erstellt und die zuständige Entwicklerin konnte der Schwerbehindertenvertretung berichten, dass es trotz so mancher Schwierigkeiten vorangehe. Vor allem die Umgestaltung einer speziellen Webanforderung für die Recherche in der Fernsehdatenbank, die für die Arbeit im Archiv wichtig ist, sei „eine Herausforderung“.

Detlef Girke hat die allgemeine Maßnahmenliste geprüft und die Fortschritte gelobt. „Der halbe Weg scheint schätzungsweise geschafft“, stellte er fest und bot für Anfang 2012 einen weiteren Test an, um die Arbeiten konstruktiv zu begleiten.

Den Zugang zu PDF-Dokumenten für alle Kolleginnen und Kollegen im hr sicherzustellen, hatte sich Sabine Lohner schon nach dem Besuch des Workshops zu barrierefreien Dokumenten vorgenommen. „Das ist noch auf meiner Agenda“, erklärte sie jetzt. Flächendeckend sei eine kostenlose Software für die Erstellung von PDF-Dokumenten eingeführt worden, die sie aber noch nicht zufriedenstellen könne. „Wir müssen nach neuen Wegen suchen“, sagte sie.

Wichtiger sei es, dass sie die Kollegen und Kolleginnen sensibilisieren konnte. Die Schwerbehindertenvertretung habe das Thema immer wieder anstoßen müssen; „es ist im Haus angekommen“, stellte sie nun zufrieden fest. Aktuell würden sich die Entwickler im hr einen Workshop zur Barrierefreiheit von Software und einen Austausch mit Kollegen und Kolleginnen wünschen, gerne mit Beratern von BIK@work. Auch daran werde gearbeitet.

Text: BIK@work-Redakteurin Sigrid Meißner