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Leuchtturm

Leuchtturm in München
Erfolgreiche Zusammenarbeit mit der PSG zur Sicherung von Arbeitsplätzen

Als im Mai vergangenen Jahres die BIK-Beratungsstelle in München bei der Pfennigparade eröffnet wurde, bestand die Zusammenarbeit mit der Programmier-Service GmbH, einem Tochterunternehmen der Stiftung Pfennigparade, bereits mehr als zwei Jahre. 2008 war die Ausbildung von drei schwer körperbehinderten Mitarbeitern zu BITV-Test-Prüfern des BIK-Projekts vereinbart worden. Die Ausbildung erfolgte durch den BIK-Berater Thomas Mayer aus Hamburg und konnte ein Jahr später erfolgreich abgeschlossen werden. „Die PSG-Mitarbeiter erhielten mit dieser Qualifikation zusätzliche Arbeitsaufgaben. BIK@work konnte somit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten“, erklärte Projektleiter Karsten Warnke.

Eröffnung der BIK-Beratungsstelle München 2010 mit Irmgard Badura, der Behindertenbeauftragten Bayerns

Eröffnung der BIK-Beratungs-
stelle München 2010 mit
Irmgard Badura,
Behindertenbeauftragte Bayerns

Vorteile brachte die Zusammenarbeit auch für das BIK-Projekt. Mit der Eröffnung der BIK-Beratungsstelle München wurde der Zugang zu  Wirtschaft und Verwaltung in Süddeutschland erleichtert. Um die Zusammenarbeit auf eine verbindliche Grundlage zu stellen, wurde 2010 zwischen dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV), der DIAS GmbH (als Träger der BIK-Testentwicklung) und der Pfennigparade/PSG ein Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Die Stiftung Pfennigparade ist eines der größten Rehabilitationszentren für körperbehinderte Menschen im süddeutschen Raum. Das Tochterunternehmen PSG GmbH bietet Arbeitsplätze für mehr als 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon über 145 mit einer Körperbehinderung (Mehr Informationen unter Dienstleistungsangebot der Pfennigparade zu Internet/Intranet).

Joachim Hellriegel, PSG-Abteilungsleiter, hat die Kooperation mit BIK engagiert auf den Weg gebracht und kann sich jetzt über die Auszeichnung der PSG als „Leuchtturm“ im Bemühen um Barrierefreiheit am Arbeitsplatz freuen. Für BIK@work sprach Sigrid Meißner mit ihm über sein Engagement und die Arbeit der Beratungsstelle.

BIK@work:
Was hat Sie veranlasst, die Zusammenarbeit mit BIK und BIK@work zu suchen?

Hellriegel:
Wir waren überzeugt, dass Barrierefreiheit im Internet das richtige Arbeitsgebiet für uns ist und haben systematisch Instanzen gesucht, die erstens für die Standards auf diesem Gebiet stehen und uns zweitens beim Aufbau des Arbeitsgebiets mit Empfehlungen und Know-how unterstützen. So sind wir zwangsläufig beim Projekt BIK gelandet.

BIK@work:
Die PSG arbeitete ja auch schon vor Eröffnung der Beratungsstelle mit Unternehmen in Süddeutschland zusammen. Welche Vorteile hat jetzt die Beratungsstelle für die PSG?

Hellriegel:
Es ist richtig: die PSG hatte bereits eine sehr gute Position am Markt und etliche, sehr namhafte Kunden wie BMW, Allianz und Münchener Rück.
Bei einigen dieser Bestandskunden konnten wir damit aber noch einen neuen Bereich der Zusammenarbeit öffnen.

Bei der Akquisition von Neukunden lässt sich das Thema zudem auch sehr gut als „Türöffner“ einsetzen, weil die Schwelle nicht sehr hoch ist und kleine Projekte rasch zu einem sichtbaren Ergebnis führen.

Generell können wir das Thema Barrierefreiheit im Internet sehr authentisch und glaubwürdig vertreten, da unsere Mitarbeiter schwer körperlich behindert und damit selbst in unterschiedlichster Weise betroffen sind.

Die BIK-Beratungsstelle unterstreicht unsere fachliche Kompetenz, die wir natürlich in der eigentlichen Beratungsleistung unter Beweis stellen müssen.

Dadurch werden wir auch als Webagentur besser sichtbar und können immer häufiger auch Webauftritte vollständig erstellen.

BIK@work:
Wie groß ist die Bereitschaft in bayerischen Behörden und Unternehmen, ihre Internet- und Intranet-Auftritte barrierefrei zu gestalten? Hat sich da etwas verbessert in den letzten Jahren?

Hellriegel:
Wir spüren eine sehr deutliche Verbesserung in mehrerlei Hinsicht:

Zum einen ist in bayerischen Behörden mittlerweile durchweg bekannt, dass BayBGG und BayBITV die Verbesserung der Webauftritte zwingend fordern.

Zum zweiten sind die Schwerbehindertenvertreter in den bayerischen Behörden mittlerweile sehr aktiv und fordern zugängliche Arbeitsplätze mit zugänglicher Software.

Sowohl bei den Behörden als auch bei den Schwerbehindertenvertretungen konnten wir durch unsere Arbeit und Informationspolitik zu dieser Entwicklung beitragen.

Beides führt dazu, dass wir mittlerweile seitens bayerischer Ministerien aktiv wegen Tests auf Barrierefreiheit und Beratung angesprochen werden.

Zum dritten spüren wir auch in den Unternehmen ein wachsendes Bewusstsein für das Thema und die deutliche Absicht, den Internetauftritt im Sinne der Kunden und der Mitarbeiter zugänglicher zu machen.
Viele Unternehmen sehen mittlerweile den wirtschaftlichen Vorteil einer verbesserten Reichweite, verbesserten Verweildauer und höherer „Page Impressions“, und sie sehen auch den Aspekt der Compliance, d.h. der besseren Erfüllung gesetzlicher Vorgaben, unter anderem AGG und SGB.

Konkret: Der Umfang unserer Beratungsleistungen im Arbeitsgebiet Barrierefreiheit steigt seit 2009 deutlich an.

BIK@work:
Die PSG hat sich der beruflichen und sozialen Eingliederung von körperbehinderten Menschen verschrieben. Welche Unterstützung kann BIK@work dabei bieten?

Hellriegel:
Mit BIK@work machen wir die Arbeitsplätze behinderter Mitarbeiter bei Behörden und Unternehmen unmittelbar besser zugänglich, weil BIK@work deutlich hilft, die vor allem bei Behörden relevante finanzielle Schwelle zu reduzieren und damit das Thema überhaupt anzugehen.

Beste Beispiele dafür sind unsere Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München oder mit dem Klinikum der Uni München.

Damit unterstützt BIK@work das Ziel, dem auch die PSG sich verschrieben hat.

BIK@work:
Drei PSG-Mitarbeiter hat BIK@work als BITV-Test-Prüfer zertifiziert. Denken Sie daran, weitere Prüfer ausbilden zu lassen?

Hellriegel:
Das Fachzentrum Barrierefreiheit im Internet verfügt heute über zwölf Mitarbeiter, davon sind drei als BITV-Test-Prüfer zertifiziert.

Unser Ziel ist, mindestens einen oder zwei weitere Mitarbeiter als Prüfer auszubilden und damit das Arbeitsgebiet insgesamt noch weiter auszubauen.

Weitere Informationen: BIK-Beratungsstelle München bzw. Barrierefreiheit.