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DBSV-Bürofachgruppenmitglieder diskutierten über Barrieren
FAZIT: Unzugängliche Informationstechnik und Dokumente sind Büroalltag

Peter Brass ist von BIK überzeugt. Der Lehrer für Informationstechnik an einer Berufsfachschule für blinde und sehbehinderte Fachkräfte für Büro- und Telekommunikation in Berlin stellt fest: "BIK ist eine Institution geworden, die auch beratungsresistente Entscheider zu überzeugen vermag." Im Unterricht erklärt er seinen Schülerinnen und Schülern die Grundsätze der Barrierefreiheit. Sie sind für den späteren Berufsalltag der jungen Leute wichtig, die sich u. a. auf eine Tätigkeit in Call-Centern, in Telefonzentralen, im Auskunfts- und Verkaufsbereich vorbereiten.

Foto: Peter Brass

Peter Brass

"Die Betroffenen sollen selbst wissen, welche Anforderungen zu beachten sind und wo es Beratung und Unterstützung gibt," erklärt er. Deshalb hat er zusammen mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus unterschiedlichen Büroberufen die Jahrestagung der Bürofachgruppen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) in Saulgub besucht.

Dort stellten BIK-Beraterin Regina Oschmann und ihr Kollege Carsten Kaul am 30. Januar dieses Jahres das Projekt BIK@work vor. Wie wichtig die Arbeit von BIK@work ist, machten die Berichte aus den Büros deutlich. Täglich haben dort Blinde und Sehbehinderte mit unzugänglichen Formularen, Barrieren im Intranet und mit Unzugänglichkeiten bei IT-Anwendungen aller Art zu kämpfen. Peter Brass - selbst blinder Computernutzer - befürchtet, dass die Computerhilfsmittel, wie z.B. Screenreader, nicht immer mit der Entwicklung der Informationstechnik Schritt halten werden, wenn die Betriebssysteme nicht von vornherein Hilfstechniken bereitstellen. Er hofft, dass es auch BIK IV und ein BIK V geben wird. Ein riesiges Problem an Büroarbeitsplätzen stellen unzugängliche PDF-Dokumente dar. Sie schließen behinderte Menschen von der innerbetrieblichen Kommunikation aus. Deshalb wird BIK@work noch in diesem Jahr mit "Bildung ohne Barrieren" (BOB) ein spezielles Seminar zum Thema "Barrierefreie Dokumente am Arbeitsplatz" für blinde und sehbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie einen Workshop für Autorinnen und Autoren von PDF-Dokumenten anbieten.