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Aktuelle Meldung

BIK-Know-how auf der ITB
Noch viele Barrieren auf touristischen Online-Angeboten

Zum ersten Mal fand am 8. März 2012 im Rahmen des ITB Berlin der "Tag des barrierefreien Tourismus" statt. 300 Fachbesucher diskutierten am Vormittag gemeinsam mit Podiumsteilnehmern das Marktpotential eines barrierefreien Tourismus. Am Nachmittag konnten sich Interessierte über vielfältige Angebote und Initiativen des barrierefreien Tourismus in Deutschland informieren. Der Verband Deutscher Naturparke e. V. unterzeichnete anlässlich des Kongresses eine zuvor mit 12 Verbänden von Menschen mit Bewegungs-, Seh-, Hör- und Lerneinschränkungen ausgehandelte "Rahmen-Zielvereinbarung zum barrierefreien Naturerleben in den Naturparken in Deutschland".

Richard Fischels, BMAS

Richard Fischels, Leiter der Unterabteilung "Prävention, Rehabilitation und Behindertenpolitik" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, beglückwünschte sowohl die Verbände der Menschen mit Behinderungen wie auch den Verband der Nationalparke zu dieser Rahmen-Zielvereinbarung. „Sie wurde“, so Fischels, „in rekordverdächtiger Zeit verhandelt und abgeschlossen. Das ist beispielhaft. Diese Vereinbarung kann Natur aufschließen und zugänglich machen für alle Menschen, auch für Menschen mit Behinderungen.“

Unter der Fragestellung, „Wie barrierefrei sind Online-Buchungssysteme?“ präsentierte Karsten Warnke, 2. Vorsitzender des DVBS, erste Ergebnisse aus dem Projekt des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit (BKB) „Touristische Onlineangebote für Alle“. Bei den Internetangeboten airberlin.de, berlinlinienbus.de, expedia.com, hotel.de, hrs.de, lufthansa.de, neckermann.de, ryanair.com und tui.com wurden auf der Grundlage des BITV2-Tests von BIK Stichproben durchgeführt. Es wurden von Regina Oschmann, Technische Beraterin bei der BIK-Beratungsstelle Hessen des DVBS, schwerwiegende Barrieren gefunden. Kennzeichnend sind die immer wieder auftretenden Zugänglichkeitsprobleme, wie fehlende Strukturierung, zu schwache Kontraste und mangelhafte Tastaturbedienbarkeit (u. a. kein Tastaturforkus vorhanden). Auch ist bei allen genannten Anbietern die Validität des HTML-Codes nicht gegeben.

 „Es ist erstaunlich, wie wenig ökonomisch die Anbieter bei der Webgestaltung denken“, wundert sich Karsten Warnke, „denn durch Barrieren im Internet verlieren touristische Onlineanbieter Kundengruppen, nicht nur mit Behinderungen, sondern auch viele Senioren, die über eine hohe Kaufkraft verfügen.“ Schließlich, so Warnke weiter, komme die Barrierefreiheit allen Kunden und Anbietern zugute.

Jürgen Trinkus stelle das DBSV-Projekt  „Databus“ vor. Es handelt sich um eine Datenbank, die inzwischen fast 1.000 touristische Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen umfasst (www.databus.dbsv.org). Bei der barrierefreien Webgestaltung hat BIK unterstützt.


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